33 Haselstrauch (Corylus avellana)
Die Hasel, bekannt auch unter den Namen Haselstrauch oder Haselnussstrauch, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Der sommergrüne Strauch ist in Europa und Kleinasien heimisch und kommt auf einer Meereshöhe von bis zu 1500 m vor. Die Hasel wächst vor allem in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Feldhecken.
Der Artname «avellana» bezieht sich auf die antike italienische Stadt Avella, welche nahe dem Vulkan Vesuv gelegen ist. Die Region um Avella ist schon seit dem Altertum bekannt für ihren Haselnussanbau.
Eine Vielzahl von Insektenarten ernähren sich unter anderem vom Blütenstaub, von den Blättern, Früchten oder dem Saft der Hasel.
34 Hartriegel (Cornus sanguinea)
Cornus sanguinea ist ein sommergrüner, buschiger und breiter Grossstrauch, der herrliche dunkelgrüne, eiförmige Blätter trägt. Im Herbst begeistert das Laub wiederum mit purpurroten Farben. Die Blütezeit liegt zwischen Mai-Juni, dann trägt er rahmweisse Blüten. Zu September gehen daraus Früchte hervor, die durch ihre schwarzblaue Farbe ein Blickfang an diesem Gehölz sind. Besonders gut entwickelt sich dieses Laubgehölz in durchlässigem, kalkhaltigem Boden in sonnigen bis halbschattigen Lagen.
Wenn ab September die runden Steinfrüchte ausreifen, bietet sich dem Betrachter ein schönes Bild. Schwarzblau gefärbt fallen sie sofort ins Auge.
35 Liguster (Ligustrum vulgare)
Ligustrum vulgare ist eine dekorative Heckenpflanze, die herrliche dunkelgrüne, lanzettliche Blätter trägt. Die Blütezeit liegt zwischen Juni-Juli, dann trägt er rahmweisse Blüten mit angenehmem Duft. Zu September gehen daraus Früchte hervor, die durch ihre blauschwarze Farbe ein Blickfang an diesem Gehölz sind. Besonders gut entwickelt sich dieses Laubgehölz in durchlässigem, nährstoffreichem Boden in sonnigen bis schattigen Lagen.
Die rahmweissen Blüten sind in Rispen angeordnet. Ihnen ist ein angenehmer Duft zu eigen. Die Blütezeit liegt zwischen Juni-Juli.
36 Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
Lonicera periclymenum wird als Liane meist bis zu 6 Meter gross. Dabei teilt sich die Pflanze in mehrere Schlingen, die einen Baum regelrecht «einspinnen» können. Die Schlingen widerstehen selbst dem Dickenwachstum von Ästen und Stämmen, so dass sie im Laufe der Zeit schraubige Einkerbungen in deren Rinde verursachen. An felsigen Küstenabschnitten liegen die Lianen ausgebreitet auf dem Untergrund.
Die Zweige sind hohl, behaart, aber verkahlend. Die Blätter sind gegenständig, eiförmig bis schmal elliptisch, ganzrandig, dunkelgrün, kahl, unterseits blaugrün. Die Blüten sind gelblich-weiss mit purpurn und sind vor allem abends wohlriechend. Die Hochblätter sind nicht verwachsen.
37 Pfaffenhütchen (Euonymus europaes)
Das Pfaffenhütchen, auch gewöhnlicher Spindelstrauch genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae) gehört. Zur Gattung «Euonymus» gehören über 170 Arten immergrüner und laubabwerfender Sträucher. Das Gehölz ist in der Schweiz einheimisch und hat seinen Ursprung in Europa, mit Schwerpunkt in Mitteleuropa. Sein Verbreitungsgebiet reicht bis nach Asien und ins Kaukasusgebiet, wo das Pfaffenhütchen bevorzugt an Waldrändern, in Hecken und an Abhängen vorkommt.
Der Name «Pfaffenhütchen» kommt vom Fruchtschmuck des Gehölzes, der in seiner Form an die schwarzseidenen Käppchen erinnert, welche die Priester zu Hause oder bei einem Gang über die Strasse tragen. Die Namensgebung «Spindelstrauch» deutet darauf hin, dass früher aus dem Holz des Pfaffenhütchens Webspindeln hergestellt wurden.
38 Schwarzdorn (Prunus spinosa)
Der Schwarzdorn gilt als sehr variabel und neigt zudem zur Hybridbildung mit der Kulturpflaume und anderen Prunusarten. Schwarzdorn eignet sich sehr gut für dichte Hecken, die wegen der vielen Dornen weitgehend undurchdringlich sind. Natürlicherweise steht er an lichten Standorten, weswegen er in ganz Europa an Waldrändern und auf Sukzessionsflächen zu finden ist. Seine als Schlehen bezeichneten sauren Früchte werden im Spätherbst gerne zu Likören und anderen Alkoholika verarbeitet. Das harte Holz wurde früher für Peitschenstiele und Spazierstöcke verwendet. Die Bezeichnung Schwarzdorn verweist auf die dunkle, ab dem zweiten Jahr schwarze Rinde des Schlehdorns, worin er sich von den sonst ähnlichen Weißdornen unterscheidet.
39 Weissdorn (Crataegus)
Als Gattung sind Weissdorne vergleichsweise einheitlich und einfach zu bestimmen. Weissdorne finden sich in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel in Wäldern und Gebüschen, kultiviert auch in Parks und Gärten. Die einzelnen Arten sind schwer zu unterscheiden, da sie sich zum einen in viele Unterarten und Varietäten aufspalten (Sippenbildung), zwischen denen es wiederum Übergangsformen gibt, und zum anderen sämtliche Arten – zumindest innerhalb der einzelnen Regionen – leicht und oft miteinander bastardieren. Je nach Zählung kann sich so die in Beschreibungen der Gattung angegebene Zahl der Arten bis auf ein Mehrfaches des oben angegebenen Zahlenbereichs von 200 bis 300 steigern.
40 Berberitze (Berberis vulgaris)
Die Gemeine Berberitze ist ein Gehölz, das zur Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae) gehört. Die Familie der Berberitzengewächse besteht aus etwas 450 immergrünen oder laubabwerfenden Arten. Das Gehölz ist auch unter den Namen Sauerdorn, Essigbeere oder Echte Berberitze bekannt und ist in Mitteleuropa und Westasien heimisch. In den Alpen kann die Gemeine Berberitze bis in einer Höhe von 2500 m vorkommen.
41 Busch-Rose (Rosa corymbifera)
Rosa corymbifera trägt ab Juni ihre weiss-zartrosafarbenen, schalenförmigen Blüten, die einen dezenten Duft verbreiten. Aus ihnen entstehen zu September rote, ovalen Hagebutten. Die gefiederten Blätter dieser Wildrose haben eine mattgrüne Farbe. An den Boden stellt sie keine grossen Ansprüche. Um ihren strauchartigen Wuchs optimal zu entfalten braucht sie aber einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Eine strauchartig wachsende Rose, die ausgewachsen eine Grösse von etwa 1,2 – 1,5 m hat. Ansprüche an den Boden stellt sie nicht, sie wächst nahezu überall.
42 Kreuzdorn (Rhamnus)
Rhamnus cathartica ist ein sommergrünes, lockeres und sparriges Laubgehölz, das herrliche mattgrüne, eiförmige Blätter trägt. Im Herbst begeistert das Laub wiederum mit gelben Farben. Die Blütezeit liegt zwischen Mai-Juni, dann trägt er gelbgrüne Blüten. Zu September gehen daraus Früchte hervor, die durch ihre schwarze Farbe ein Blickfang an diesem Gehölz sind. Besonders gut entwickelt sich dieses Laubgehölz in durchlässigem, nährstoffreichem Boden in sonnigen bis schattigen Lagen.
43 Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
Der Sanddorn, unter anderem auch Weidendorn oder rote Schlehe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sanddorne (Hippophae) und wird der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) zugeordnet.
Der botanische Gattungsname «Hippophae» enthält die beiden griechischen Wörter «hippos» (Pferd) und «phaes» (leuchtend). Der Artname «rhamnoides» geht auf das Wort «rhamnus» zurück, was Dorn bedeutet und auf die Bedornung des Sanddorns Bezug nimmt.
Sein Verbreitungsgebiet umfasst ganz Europa und Asien, wo er in sonnigen Lagen von der Ebene bis zu 1800 m.ü.M. in den Alpen und 5000 m.ü.M. in Asien vorkommt. Die ursprüngliche Heimat des Sanddorns befindet sich in Nepal. Eiszeitliche Verschiebungen führten dann zur weiteren Verbreitung.
In seinem Entwicklungsverhalten ist der Sanddorn dem rauen Klima der Gebirge und Meeresküsten angepasst. Er wird als Pioniergehölz bezeichnet. Pflanzen dieser Gruppe besiedeln extreme Standorte als erste und bereiten diese für nachfolgende Pflanzen vor.
Ingenieurbiologisch zeichnet sich der Sanddorn durch Windbeständigkeit, Erträgnis salzhaltiger Böden und ein weitreichendes Wurzelsystem aus. Daher wird er gerne zur Bodenbefestigung sandiger Standorte wie Dünen, Fluss- und Küstengebiete eingesetzt.
44 Kornelkirsche (Cornus mas)
Der botanische Name «Cornus mas» lässt sich aus dem Lateinischen ableiten. «Cornu» steht für «hart wie Horn» und der Artname «mas» bedeutet männlich, zusammengesetzt lässt sich Cornus mas mit «männlicher Hornstrauch» übersetzen. Dies kommt nicht von ungefähr, denn sein Holz ist so hart und schwer, dass es im Wasser nicht schwimmt, sondern untergeht! So wurde früher das Holz für Werkzeugstiele und Spazierstöcke verwendet.
Die Kornelkirsche ist ein einheimischer Grossstrauch oder kleiner Baum. An warmen, sonnigen Waldrändern, in lichten Hecken und Gebüschen ist er bei uns anzutreffen.
Früher war die Kornelkirsche eine vielverwendete Frucht, aus der Speisen und Getränke hergestellt wurden. Der Strauch wurde im Mittelalter bereits nachweislich in Klöstern kultiviert. Schon die berühmte Klosterfrau Hildegard von Bingen (1098 – 1179) kannte die Kornelkirsche und empfahl diese gegen Gicht und für den Magen. Gelegentlich sind die Pflanzen auch aus den Kulturen verwildert, so dass sie ein grösseres Verbreitungsgebiet gefunden haben. In unseren Breiten ist die Verwendung der Früchte bis zurück in die Jungsteinzeit und Bronzezeit durch verschiedene Funde der «Kirschensteine» in der Nähe von Pfahlbausiedlungen belegt.
45 Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Der Schwarze Holunder, auch bekannt als Holderbusch oder Holler, ist ein Strauch aus der Gattung Holunder (Sambucus). Die Gattung zählt über 25 Arten, wovon der Schwarze Holunder am bekanntesten ist.
Der sommergrüne Strauch ist einer der in Mitteleuropa häufigsten Straucharten. Ebenfalls anzutreffen ist er in Westsibirien, dem Kaukasus, Kleinasien und sogar Nordafrika, was auf eine besondere Robustheit des Strauches deuten lässt. In den Alpen ist er wild wachsend bis in die mittleren Gebirgslagen von etwa 1500 m.ü.M. anzutreffen, wo er auch auf trockenen und mageren Standorten zurechtkommt.
Seit Mitte der 1980er Jahre findet sich der Schwarze Holunder wieder in zunehmender Zahl in Kultur. Es existieren verschiedene Sorten, die zu unterschiedlichen Zwecken selektiert wurden.
Die Blüten und Früchte des Schwarzen Holunders finden noch heute vielfach Verwendung als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff.
46 Roter Holunder (Sambucus racemosa)
Der Rote Holunder wächst als laubabwerfender, grosser Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 3, selten bis zu 8 Meter erreicht. Die Laubblätter sind (selten zweifach) unpaarig fiedrig geteilt. Der Blattrand ist gesägt. Die auch schon an relativ jungen Sträuchern gebildeten, endständigen, aus zymösen Teilblütenständen zusammengesetzten schirmrispigen Gesamtblütenstände enthalten viele Blüten. Die relativ kleinen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind weiss oder cremefarben bis gelblich-grün. Drei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem drei- bis fünfkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält nur eine Samenanlage. Der kurze Griffel endet in drei bis fünf Narben.
47 Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
Viburnum opulus ist ein sommergrüner, aufrechter und breiter Strauch, der herrliche frischgrüne, rundliche Blätter mit gelapptem Rand trägt. Im Herbst begeistert das Laub wiederum mit orangefarbenen und weinroten Farben. Die Blütezeit liegt zwischen Mai-Juni, dann trägt er weisse Blüten, aus denen sich zu September rote Früchte entwickeln. Besonders gut entwickelt sich dieses Laubgehölz in kalkhaltigem, nährstoffreichem, feuchtem bis nassem Boden in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Die weissen Blüten sind in Dolden angeordnet. Die Blütezeit liegt zwischen Mai-Juni.
48 Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
Der Wollige Schneeball ist ein kräftiger, sommergrüner Strauch mit aufrechten Ästen, der Wuchshöhen von 1 bis 4 Meter erreicht. Die Rinde der Zweige ist braun und dicht mit Sternhaaren (Trichome) besetzt, also nicht wollig.
Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die Blüten stehen in einem leicht gewölbten, meist siebenstrahligen, schirmrispigen Blütenstand zusammen, der einen Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern aufweist. Die Blüten duften etwas unangenehm. Die cremeweisse Krone weist einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern auf.
Die eiförmigen Steinfrüchte sind zuerst rot und später glänzend schwarz. Sie sind Wintersteher, das heißt, sie hängen im Winter oft noch getrocknet an den Zweigen. Die Fruchtreife erfolgt ab September.
Das Verbreitungsgebiet umfasst Europa von den Britischen Inseln bis ins Mittelmeergebiet inklusive Nordafrika mit Algerien und Marokko. Weiters erstrecken sich die Vorkommen über das südöstliche Europa bis in die Kaukasus-Region, den nördlichen Iran und die Türkei.
Als Standort bevorzugt diese kalkliebende Pflanze lichte Laubwälder (Eichenmischwälder und Föhrenwälder), Gebüsche und Wegränder. Es handelt sich beim Wolligen Schneeball um eine Licht- bis Halbschattengehölzart.
49 Stechpalme (Ilex aquifolium)
Aus der Stechpalme sind eine ganze Reihe Arten und Sorten hervorgegangen, die sich in Wuchs und Belaubung zum Teil stark unterscheiden. Die heimische Art – Gemeine Stechpalme (Ilex aquifolium) – wird etwa vier bis fünf Meter hoch. Sie lässt sich durch Rückschnitt aber auch wesentlich kleiner halten. In der Regel ist sie stark verzweigt und entwickelt einen breit- bis spitzkegelförmigen Wuchs. Ihr immergrünes eiförmiges Laub glänzt. Zudem fühlt es sich ledrig-derb an und ist dornig gezahnt.
Von Mai bis Juli bildet die Pflanze viele kleine weisse Blüten aus. Sollen Stechpalmen im Herbst sicher Früchte tragen, empfiehlt es sich, möglichst mehrere Pflanzen als Gruppe zusammenzusetzen, denn die meisten Arten und Sorten sind zweihäusig. Sie tragen also männliche Blüten auf der einen und weibliche auf einer anderen Pflanze. Das Fruchtkleid erscheint ab September/Oktober in leuchtend Rot.
Quellen: Schweizerisches Landesforstinventar (lfi.ch) / Hauenstein AG (www.hauenstein-rafz.ch) / Wikipedia (de.wikipedia.org)