50   Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

Liriodendron tulipifera ist ein sommergrüner, kegelförmiger Grossbaum, der herrliche mittelgrüne, eiförmige Blätter mit gelapptem Rand trägt. Im Herbst begeistert das Laub wiederum mit goldgelben Farben. Die Blütezeit liegt zwischen Mai-Juni, dann trägt er gelbgrün/orange gefleckte Blüten. Zu September gehen daraus Früchte hervor, die durch ihre grün-braune Farbe ein Blickfang an diesem Gehölz sind. Besonders gut entwickelt sich dieses Laubgehölz in durchlässigem, nährstoffreichem Boden in sonnigen bis halbschattigen Lagen.

51   Gewöhnliche Platane (Platanus x hispanica)

Die Platane wächst als sommergrüner Baum und erreicht eine Wuchshöhe von bis über 35 Metern. Sie ist sympodial verzweigt. Der Stammdurchmesser erreicht über 2,5 Meter. Es sind über 300 Jahre alte Exemplare bekannt, die noch immer wuchskräftig sind. Die Baumkrone wird bei älteren Exemplaren hoch und breit. Die Borke junger Bäume ist dunkelgrau bis braun; mit zunehmendem Alter blättert die Borke in dünnen Platten ab, die jüngere Borke darunter ist gelb-grau. Die rotbraunen Blattknospen sind eiförmig, und 6 bis 8 Millimeter lang. Seine Winterknospe besitzt nur eine Knospenschuppe, die vor dem Laubfall in der Blattbasis verborgen ist.

52   Gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

Die Gewöhnliche Rosskastanie wächst als sommergrüner Baum, der Wuchshöhen von 25 bis über 30 Metern, selten bis über 35 Metern erreicht. Sie kann ein Alter von bis zu 300 Jahren erreichen. Die Gewöhnliche Rosskastanie ist in der Jugend raschwüchsig und bildet einen kurzen, vollholzigen Stamm mit runder und breiter Baumkrone aus. Alte Bäume erreichen Stammdurchmesser bis über 1 Meter, selten bis über 2 Meter. Der Stamm ist immer nach rechts drehwüchsig und von einem gelblichweißen, kernlosen Holz. Sie kann einen Nasskern ausbilden. Die Zweige sind dick und ihre Rinde ist bräunlich-grau mit auffallender, fünf- bis neunspuriger Blattnarbe. Die Borke ist bei jungen Bäumen hell-braun bis braun und glatt, später wird sie manchmal etwas rötlich, und ältere Bäume haben eine grau-braune, gefelderte Borke, deren grobrissige Platten sich aufbiegen und in Schuppen abblättern.

53   Thuja (Thuja plicata)

Thuja plicata Martin ergibt sehr dekorative, immergrüne Hecken, deren glänzende Nadeln eine schöne dunkelgrüne Farbe haben. Von März-April trägt er grünbraune Blüten, aus denen zu August braune Zapfen reifen. Für ein gutes Wachstum sind ein durchlässiger, nährstoffreicher, saurer, schwachsaurer Boden und eine sonnige bis halbschattige Lage für ihn besonders zuträglich.

Von Natur her ein kegelförmiges und verzweigtes Gehölz, das durch den schnellen Wuchs nicht lange braucht, bis es ausgewachsen ist. Die Endgrösse ist jedoch von der Heckenform abhängig. Die Endgrösse ist jedoch von der Heckenform abhängig.

54   Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum)

Der Mammutbaum, im Englischen «Redwood» genannt, ist die einzige Art in der Pflanzengattung «Sequoiadendron» und gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).

Das Nadelgehölz ist in Höhenlagen zwischen 1350 und 2500 m an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien beheimatet. Dort wächst der Baum in Hainen, sogenannten «Groves», in voneinander isolierten Talschluchten. Im natürlichen Verbreitungsgebiet ist der Mammutbaum eine vom Aussterben bedrohte Art. Heute sind wegen Holzschlages nur noch zwei Drittel der natürlichen Bestände erhalten, die nun in Nationalparks unter Schutz stehen.

Fossile Funde weisen darauf hin, dass der Mammutbaum schon vor 15 Millionen Jahren im Westen der heutigen USA heimisch war. Vorfahren des Mammutbaumes lassen sich bis in die Kreidezeit vor 125 Millionen Jahren zurückverfolgen und waren über weite Teile der Nordhalbkugel verbreitet, also auch in Europa heimisch.

Ausserhalb seiner heutigen Heimat ist der Mammutbaum inzwischen durch Pflanzung weltweit verbreitet. In West- und Mitteleuropa wird er seit Mitte des 19. Jahrhunderts als winterharter Parkbaum zumeist in weiträumig angelegten englischen Landschaftsgärten angepflanzt.

Die Gattung «Sequoiadendron» ist benannt nach dem Cherokee-Indianer «Sequoyah». Im frühen 19. Jahrhundert entwickelte er die Silbenschrift für die Sprache der Cherokee. «Dendron» stammt von der griechischen Sprache ab und bedeutet «Baum».

55   Urweltmammutbaum (Metasaquoia glyptostroboides)

Der Urweltmammutbaum, auch Chinesisches Rotholz, Metasequoie oder Wassertanne bzw. Wasserlärche genannt, gilt als lebendes Fossil. Er wurde erst im Jahre 1941 in einer unzugänglichen Bergregion in den Regionen Sichuan und Hubei der Volksrepublik China entdeckt und war zuvor nur durch Fossilienfunde bekannt. Er ist die einzige rezente Art der Gattung Metasequoia innerhalb der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).

Der sommergrüne Urweltmammutbaum erreicht Wuchshöhen von 30 bis 35 Meter in Einzelfällen auch mehr als 50 Meter und einen Brusthöhendurchmesser von 1 bis 2,2 Meter. Die Basis des geradschaftigen Stammes ist deutlich verbreitert. Jungbäume besitzen eine pyramidenförmige Krone, während sie bei Altbäumen breit und gerundet ist. Die Äste erster Ordnung sind unregelmäßig gestaltet und meist weit ausladend. Äste höherer Ordnung sind herabhängend und gegenständig angeordnet. Es werden sowohl Kurz- als auch Langtriebe gebildet. Die Kurztriebe fallen zusammen mit den Nadeln im Herbst ab. Freistehende Bäume sind bis zum Boden beastet und weisen meist markante, tiefe Stammkehlungen auf. Das Höchstalter wird mit 420 Jahren angegeben.

56   Sicheltanne (Cryptomeria japonica)

Die Sicheltanne, auch Japanische Zeder genannt, ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Cryptomeria in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).

Die Sicheltanne ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat Wuchshöhen von 50 Metern erreichen kann, in Mitteleuropa nur etwa 15 Meter. Der Stamm ist gerade und schlank. Die relativ weiche Borke ist zunächst auffällig rotbraun und wird im Alter dunkelbraun; sie löst sich in Längsstreifen vom Stamm. Die Baumkrone ist dicht beastet, kegelförmig oder pyramidal und schliesst im Gipfel rund ab. Die langen jungen Zweige sind oft hängend, wobei die chinesische Varietät schlaffere Zweige aufweist als die japanische.

Quellen: Schweizerisches Landesforstinventar (lfi.ch) / Hauenstein AG (www.hauenstein-rafz.ch) / Wikipedia (de.wikipedia.org)